Baugeschichte des Heimathauses

Das heutige Heimathaus Kutenhausen an der Kutenhauser Dorfstraße 29 ist im Jahre 1828 von Peter Rodenberg gebaut worden. Er hat die Besitzung Nr. 11 von Johan Heinrich Schwier gekauft. Ob das alte Haus Nr. 11 abgerissen oder gar abgebrannt war, ist nicht bekannt.
Peter Rodenberg erwarb eine Scheune vom F√∂rthof in Stemmer und baute sie auf dem Grundst√ľck in Kutenhausen als Wohnhaus auf.
1840 beschloss die Gemeinde Kutenhausen die Rodenbergsche Stätte zu kaufen und durch einen Anbau zur Schule mit Lehrerwohnung herzurichten. 84 Kinder aus Kutenhausen besuchten ab 1841 diese Schule, erster Lehrer war Philipp Christoph Dralle aus der Gemeinde Ströhen in der heutigen Stadt Rahden.
Nach dem der Neubau eines Schulgeb√§udes auf dem gegen√ľber liegenden Grundst√ľck Kutenhauser Dorfstra√üe 32 notwendig geworden war, wurde die Nutzung des Fachwerkgeb√§udes durch die Gemeinde 1885 aufgegeben. Um 1900 war allerdings noch eine Amtsstube der Gendarmerie im hinteren Teil des Geb√§udes untergebracht. In den Jahren des 2. Weltkriegs war im Geb√§ude auch ein NSV-Erntekindergarten beheimatet.
Sp√§ter lebte in der „Olen Schaule“ wie sie immer noch genannt wird, 60 Jahre lang das Ehepaar Gieseking („Schnieders Fritz“). Der Schneider Gieseking war auch als Schulhausmeister in der Kutenhauser Volksschule und als Friedhofsw√§rter t√§tig.
Mit der Gebietsreform im Jahr 1973 ging das Eigentum an dem Geb√§ude auf die Stadt Minden √ľber, in deren Besitz es sich auch heute noch befindet.
Anfang der 1990er Jahre wurde das Geb√§ude mit finanziellen Mitteln der Stadt Minden, des Denkmalschutzes und durch Spenden in √ľberwiegend ehrenamtlicher Arbeit durch den Heimatverein Kutenhausen zum heutigen Heimathaus umgebaut. Der Heimatverein unter- und erh√§lt seitdem das inzwischen unter Denkmalschutz stehende Geb√§ude, welches f√ľr die √∂rtlichen Vereine und Institutionen, aber auch f√ľr private Veranstaltungen und Feierlichkeiten zur Verf√ľgung steht.

Die alte Schule vor dem Umbau Anfang der 1990er Jahre:

Fotos von der Weihung der Glocke im Jahr 1992:

Neu- und Umgestaltung der Außenanlagen:

Einweihung des sanierten Heimathauses:

Das Heimathaus nach der Fertigstellung der Umbau- und Sanierungsarbeiten

Dank an den „Bautrupp“